Kita-Wende-Entwicklung

Kita-Wende-Entwicklung

Detlef Diskowski / Frauke Hildebrandt

 

Zwei Systeme mit unterschiedlichem Selbstverständnis müssen zusammenfinden

Ein hochdifferenziertes, umfassendes System (Ost) wurde einem unterausgestatteten, unterregulierten, im Aufbau befindlichen System (West) unter hohem Zeit- und Erwartungsdruck angepasst!

 

Brandenburg hatte, wie alle Bezirke der ehemaligen DDR ein quantitativ umfassend ausgebautes Angebot der Kindertagesbetreuung von der Geburt (als Krippe für Kleinkinder) bis zum Schuleintritt (Kindergarten), das als erste Stufe des allgemeinen Bildungssystem galt und fachlich durch verbindliche Bildungs- und Erziehungsprogramme bestimmt war. Hieran schloss sich der Schulhort bis zum Ende der vierten Schuljahrgangsstufe an, der i. d. R. als Teil der Schule organisiert war und in enger personeller, organisatorischer, pädagogischer und meist räumlicher Verbindung mit der Grundschule stand. Wenn auch keine Pflicht zum Besuch von Krippe, Kindergarten oder Hort bestand und regionale Versorgungslücken durchaus vorhanden waren, gehörte ihr Besuch zur Normalbiografie der Kinder in der DDR.
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